Lydie Auvray
"Regards"
Die "Grande Dame" des Akkordeons
Ein neues Album von Lydie Auvray ist wie Nachhausekommen –
alles ist vertraut, sympathisch, warm, man findet sich zurecht und
kennt sich aus. Aber dieses Nachhausekommen ist nicht das nach einem
kurzen Einkauf oder langen Arbeitstag, es ist das nach einer Reise,
denn auf all die Vertrautheit und Ruhe fällt auch der frische
Blick dessen, der mit Freude und Erstaunen feststellt, dass etwas
schön ist, ihn verzaubert oder rührt, und seinem entwöhnten
Auge in unerwartetem Glanz erscheint.

In Wirklichkeit ist alles neu, weil man plötzlich
begreift, dass in jeder Sekunde eine Zukunft beginnt. Wenn man einmal
auf diese Art den Blick geändert hat, versteht man besser,
was es bedeutet, wenn gesagt wird, dass ein Künstler "sich
treu bleibt".
Denn natürlich ist jedes Stück
auf "Regards" neu und anders als frühere Stücke
von Auvray, aber es ist eben noch immer Auvray, die sie komponiert,
arrangiert und mit ihren großartigen Musikern eingespielt
hat. Und sie ist sich und ihren Hörern treu.
|